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Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein

Was soll man dazu sagen? Max Frisch schreibt besonders, bedacht, kunstvoll, schöne Sätze, manchmal, oft aber auch abgehackt, für sich schön, stimmungsvoll, man kann Gedankengängen folgen, manchmal auch nicht, aber selbst dann ist es meist insofern nachvollziehbar, dass die Gedanken eines Menschen springen können. Gantenbein ist literarische Kunst, auf jeden Fall.
Leider aber fehlt mir der rote Faden, 300 solche Seiten sind nicht nur anstrengend, sondern auch mehr und mehr langweilig. Tatsächlich passierte es mir häufig, dass meine Gedanken abschweiften und nicht mehr dem gelesenen folgten. Dann und wann kommt dann wieder ein zusammenhängender Teil, der auch etwas wie Spannung aufbaut, aber die hält eben nur ein paar Seiten lang an.
Es gibt viel Wahrheit in „Mein Name sei Gantenbein“, über Liebe, über den Umgang der Menschen miteinander, man findet schöne, ja tolle Formulierungen, nur leider irgendwie alles aneinandergereiht, willkürlich. Und so wurde der Gantenbein für mich zum Kampf, dann und wann mit einem kleinen Erfolgsgefühl, dass es sich doch lohnt, durchzuhalten, oft aber auch mühevolles Durchbeissen.