Albert Camus: Der Fremde

Albert Camus: Der FremdeEiner meiner Lieblingssongs ist „Killing an Arab“ von The Cure, der ihnen oftmals den Verdacht des Rassismus einbrachte. Die Wahrheit ist aber, dass „Killing an Arab“ auf dem Buch „L’Étranger“, zu deutsch „Der Fremde“ von Albert Camus basiert. Höchste Zeit also, diesen Roman in Augenschein zu nehmen:

Meursalt lebt und arbeitet in Algerien in den 30er Jahren. Emotionen sind ihm fremd, nicht einmal, als seine Mutter stirbt ist er eines Gefühls fähig. Weder Gewalt noch Liebe erreichen ihn, ohne jeglichen Ehrgeiz, ohne Ziele geht er durchs Leben. Als er einen Araber am Strand erschiesst, wird ihm seine für die Gesellschaft unerträgliche Gleichgültigkeit zum Verhängnis, doch ändert das etwas an seiner Gefühlskälte?

Nobelpreisträger Albert Camus erzählt die Geschichte aus der Perspektive Meursalts, unaufgeregt, fast gelangweilt, unerheblich ob es um seine berufliche Laufbahn, um den Tod seiner Mutter oder die Schüsse auf den Araber geht. Das macht Meursalt zu einer authentischen Person, die einen in seine Gleichgültigkeit mit hineinzieht. Erst, wenn man zwischendurch einmal durchatmet, wird man sich seiner erschreckenden Seelenwelt bewusst, und auch der Unfähigkeit der Gesellschaft damit umzugehen, so einen Menschen überhaupt zu realisieren.

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One response to this post.

  1. Posted by Herr Urlaub on 7. Februar 2011 at 12:49

    Muss ich auch mal lesen!

    Antwort

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