Das erste Livealbum seit 18 Jahren, dazu ein komplettes Konzert, da war die Vorfreude groß. Und von Enttäuschung keine Spur. Der Sound ist durch die Bank gut, jedes Instrument lässt sich gut raushören, man hört die Freude, die Robert Smith bei der Show hatte, an seinem Gesang, und die Songauswahl geht quer durch weit über 30 Jahre The Cure. Manch einer mag Paul Thompson an der Gitarre vermissen, jedoch macht Smith seinen Job als alleiniger Gitarrist ausgesprochen gut, und es gibt nur sehr wenige Stellen, an denen ich eine zweite Gitarre vermisse, wobei “vermisse” übertrieben ist, die neueren Songs klingen dadurch manchmal etwas straighter, etwas weniger bombastisch.
Im Gegensatz zu vielen Livealben anderer Bands ist The Cure Bestival keine Konzertaufnahme, die doch irgendwie wie das Album klingt, sondern unverkennbar live, jedoch mit sehr gutem Mix und dadurch wunderbar zu hören.
Volle Punktzahl und ich hoffe sehr auf ein baldiges neues (Studio-)Album!
Nachtrag: Sämtliche Verkaufserlöse dieser Veröffentlichung werden an die wohltätige Organisation Isle of Wight Youth Trust gespendet.
